Argentinien

Projekt-Schwerpunkt 2017: Wohnmöglichkeiten im Frauenhaus bei „Iris“

Projekt-Schwerpunkt 2017: Wohnmöglichkeiten im Frauenhaus bei „Iris“

Seit vielen Jahren unterstützen wir verschiedene Projekte der evangelischen Kirchengemeinde Allen/San Martin/Bariloche im Süden Argentiniens.

Im Mittelpunkt stehen nicht laufende Ausgaben, sondern Investitionen, welche den Projekten einen guten Boden für eine langfristige Zukunft geben. Unser Ansprechpartner vor Ort ist Pfarrer Reiner Kalmbach. Durch diesen direkten Draht wissen wir, dass Ihre Spendengelder vor Ort gut ankommen und zielgerichtet verwendet werden.

In diesem Jahr wollen wir weiterhin das 2016 begonnene Projekt „Iris“ in Bariloche unterstützen. Mit den Spenden vom letzten Jahr konnten die engagierten Frauen ihre Bäckerei eröffnen! Nun soll es darum gehen, im Obergeschoss Zimmer und ein Bad einzubauen, da einige Frauen hier für eine Zeit lang mit ihren Kindern unterkommen müssen. Leider herrscht in den Familien aufgrund mangelnder Perspektiven oft Gewalt.

Bisher gibt es im Haus der Bäckerei nur einen Abstellraum, aber dort werden bereits jetzt immer wieder Frauen in Not aufgenommen. Im Winter pfeift der Wind durch alle Ritzen, es gibt keine Heizung, keine Fußböden und keine sanitäre Einrichtungen. Hier könnten nun drei Zimmern ausgebaut und sanitäre Anlagen eingebaut werden. Das Haus soll isoliert werden und eine Heizung erhalten. Ebenso sind eine sichere Umzäunung und eine einbruchsichere Außentüre erforderlich.

Mehr zum Projekt „Iris“ lesen Sie im Projekt-Schwerpunkt 2016.

26. März 2017, 14:16 Kommentare sind geschlossen
Projekt-Schwerpunkt 2016: Bäckerei „Iris“

Projekt-Schwerpunkt 2016: Bäckerei „Iris“

Im Jahr 2016 haben wir begonnen, das Projekt “Iris” in Bariloche zu unterstützen. Hier wollen Frauen in einem armen Stadtteil selbstorganisiert eine kleine Bäckerei eröffnen, um ihre Einkommenssituation zu verbessern. Wenn wir den Frauen eine Perspektive geben, wirken wir auch in die Familien hinein.

Durch die Spenden aus 2016 ist es gelungen, die Bäckerei mit den nötigen noch fehlenden Einrichtungsgegenständen auszustatten, so dass sie Anfang 2016 eröffnen konnte. Ein schöner Erfolg!

 

 

 

Bei einer Begegnungsreise im Herbst 2015 konnten wir die Projektidee ganz konkret vor Ort kennenlernen:

 

 

 

Im Blaumännle vom 27. Mai 2016 findet sich ein großer Erfahrungsbericht zu den Projekten.

 

Rückblick: 20 Jahre Partnerschaft

In 20 Jahren 24-Stunden-Kick konnten wir darüber hinaus schon einiges erreichen.
Altenheim: Erweiterungsbauten, Ausstattung, Sanierung, Infrastruktur (Wasser, Photovoltaik)

 

 

> Weitere Infos: Projektschwerpunkt seit 1996

 

“Maruca”: Ausstattung eines selbstorganisierten Comedors (“Mittagstisch”) für bolivianische Einwandererkinder

 

 

> Weitere Infos: Projekt-Schwerpunkt 2012/2013

 

“Frutillar”: Ausstattung einer selbstorganierten Frauengruppe mit Nähmaschinen zur Verbesserung der Einkommenssituation

 

> Weitere Infos: Projektschwerpunkt 2014/2015

 

“Panaced”: Grunderwerb und Ausstattung für eine Kindertageseinrichtung, psychologische Betreuung

 

> Weitere Infos: Projektschwerpunkt 1996 bis 2011

3. April 2016, 11:56 Kommentare sind geschlossen
Projekt-Schwerpunkt 2014/2015: „Frutillar“

Projekt-Schwerpunkt 2014/2015: „Frutillar“

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Seit 2014 verlagert sich unser Projektschwerpunkt zunehmend nach Bariloche, das zwar zur Kirchengemeinde Allen gehört, aber dennoch 450 km südwestlich davon entfernt am Fuße der Anden liegt.

Reiner Kalmbach schreibt uns hierzu:

„Die luth. Gemeinde in Bariloche hat vor einigen Jahren im „Barrio Frutillar“ (Erdbeersiedlung) zwei diakonische Projekte aufgebaut. Frutillar gehört wohl zu den grössten Armensiedlungen Argentiniens. Also von „Erdbeeratmosphäre“ weit und breit nichts zu spüren. Ungefähr 48.000 Menschen leben hier in den selben erbärmlichen Hütten, wie ihre Leidensgenossen in Buenos Aires oder in Rosario, mit dem Unterschied, dass die Temperaturen in Bariloche im Winter unter 20 Grad Minus fallen können.
Zusammen mit einer anderen Organisation hat die Gemeinde einen Gemeinschaftssaal gebaut (…) Die Einrichtung hat sich zu einem sozialen Zentrum entwickelt, in dem sich ständig Menschen aller Altersstufen treffen. Es werden Kinder betreut, Jugendliche mit Drogenproblemen an Spezialisten vermittelt, alleinstehende Frauen und Mütter erhalten Beratung und Hilfe, Kurse für Analphabeten werden angeboten…

 

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Eine Gruppe von sechs Frauen aus der Gemeinde (ab und zu machen auch ein paar Männer mit) arbeiten an jeweils drei Nachmittagen in der Woche mit Frauen und Kindern. Die Frauen erhalten psychologische und praktische Unterstützung, nehmen an Nähkursen Teil und manche von ihnen muss auch schon mal ein paar Tage im Zentrum einziehen, wenn sie von ihrem alkoholisierten „Partner“ (mal wieder) verprügelt wurde. Die Kinder erhalten Unterstützung bei den Hausaufgaben und, was oft im Vordergrund steht, psychologische Hilfe. Sie kommen ja alle aus extrem schwierigen Verhältnissen.
In den ersten Jahren wurden die Projekte über das gemeinsame Projektbüro, das unsere beiden Kirchen in Buenos Aires betreiben, unterstützt. Da der Spendenfluss aus Übersee in den letzten Jahren praktisch versiegt ist, wurde das Büro im vergangenen Jahr aufgelöst. Die Frauen versuchten auf eigene Faust und auf Sparflamme alleine weiterzuwerkeln. Das war die Situation, als ich die Gemeinde übernommen habe. Natürlich hatte sich die langjährige Vakanz (die Gemeinde war drei Jahre ohne Pfarrer) nicht gerade positiv auf die Motivation der Mitarbeiter und die Gesamtsituation der Projekte ausgewirkt. (…)“

Künftig soll hier ein Projektschwerpunkt liegen.

„Was mich am meisten fasziniert ist, dass die Frauen diese Arbeit von „sich aus“ machen, d.h. die Projekte wurden ihnen nicht von außen aufgesetzt, sondern für die Gemeinde ist der Einsatz für die Frauen, Kinder und Jugendlichen im Frutillar ihre Art ihren Glauben zu leben. Sie haben versucht die Aktivitäten in den letzten Jahren mit grosser Mühe und unter persönlichen Opfern, aufrecht zu erhalten. Ich denke, da kann man wirklich etwas bewegen.“

Konkret konnte mit den Geldern 2015 eine Industrienähmaschine finanziert werden. Über den Verkauf von Textilprodukten könnte sich dann auch dieses Projekt eines Tages hoffentlich selbst tragen.

Pfarrer Reiner Kalmbach ist von dem Engagement der Frauen ganz beeindruckt: „Ich staune jedes Mal über die Energie, die Freude und Begeisterung, mit der diese Frauen kleine Erfolge erreichen. Mitte Mai hatte die Projektabteilung unserer Kirche ein Seminar für Mitarbeiter von Kleinprojekten veranstaltet. Es fand in Eldorado statt, in der Nordostprovinz Misiones, also ungefähr 3.500 km von hier. Wir schickten zwei Frauen aus dem Elendsviertel „Frutillar“ (Erdbeerhain), die zum ersten Mal in ihrem Leben eine solche Reise unternehmen durften (und sogar im Flugzeug!). Dort stellten sie ihre Arbeit vor, zeigten die Produkte die sie in der Nähwerkstatt herstellen, lernten Mitarbeiter vieler anderer Projekte kennen und sind jetzt Teil eines grossen Netzwerkes. Nach ihrer Rückkehr berichteten sie im Gottesdienst, zeigten Bilder und da kullerten natürlich die Tränen der Freude. Was mich am meisten berührt hat: die ganze Gemeinde freute sich sichtbar mit den beiden Frauen, die über das Projekt der Gemeinde den Weg aus der Aussichtslosigkeit gefunden haben. Der Glaube versetzt Berge, das ist wahr!“

 

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Konkret wurde in 2015 unter anderem Geld ausgegeben für:

_ „Frutillar“: Nähmaschinen und Overlock-Nähmaschine, Schulmaterial für Kinder : 9.000,- EUR

_ „Maruka“: Ofen, Bodenbelag, Deckenverkleidung: 2.000,- EUR

_ Altenheim: Tiefenpumpe, Kühlraum, Waschmaschine: 5.500,-EUR

24. Februar 2016, 21:39 Kommentare sind geschlossen
WM-Finale 2014 in deutsch-argentinischer Freundschaft: Beide Flaggen hängen

WM-Finale 2014 in deutsch-argentinischer Freundschaft: Beide Flaggen hängen

Schöner Artikel in der Südwest Presse anlässlich des heutigen WM-Finales.

13. Juli 2014, 9:04 Kommentare sind geschlossen
Projekt-Schwerpunkt 2012/2013: „Maruka“

Projekt-Schwerpunkt 2012/2013: „Maruka“

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEin neuer Hilfe-Schwerpunkt in den Jahren 2012 und 2013 war der Mittagstisch von Maruca für bolivianische Einwandererkinder, deren Väter abseits der Stadt bei der großen Mülldeponie unter einfachsten Bedingungen Lehmziegel herstellen. Viele leben nur vom Müll. Maruca hat sich der Not der Kinder angenommen und bietet täglich einen Mittagstisch an. Sie benötigte aber dringend eine bessere Küchenausstattung, um diese Hilfe effizient und dauerhaft leisten zu können. Im letzten Jahr konnte hier schon einiges bewegt werden, aber die Aufgaben gehen noch nicht aus. Ein regenfestes Dach, sichere elektrische Leitungen, eine Wasserleitung, ein Gasherd und bessere sanitäre Anlagen sind das Ziel. So wollen wir Maruca helfen zu helfen.

Im Freundesbrief von Pfr. Reiner Kalmbach zu Weihnachten 2012 ist eindrücklich beschrieben:

„Als ich im November 1996 zum ersten Mal nach Allen kam, um mir meine neue Gemeinde anzusehen, zeigte mir der damalige Vorsitzende des Gemeinderats die „Umgebung“ der Stadt. Wir fuhren in seinem Auto aus dem Tal hinaus, in Richtung Norden. Als wir die letzten Häuser hinter uns liessen, hörte das Grün auf und die Wüste begann. Wir fuhren eine kleine Anhöhe hinauf, von wo sich mir ein hässliches Bild bot: ein riesiger Müllplatz, so weit das Auge reichte. Die Stadt hatte zwar ein abgegrenztes Müllgelände. Aber der ständige Wind verteilte tausende von Plastiktüten über die ganze Landschaft.
Überall sah man streunende, halbverhungerte Hunde. Seither ist viel Zeit vergangen. Anfangs dieses Jahres besuchte ich, zusammen mit einem unserer ehemaligen Jugendlichen, den selben Ort. Der Müllplatz ist immer noch da, er hat sich sogar noch vergrössert, aber mittlerweile leben dort mehrere hundert Familien, unter Bedingungen die man sich als Europäer einfach nicht vorstellen kann. Es sind in der Mehrzahl Bolivianer, das sind die Fremdarbeiter hier in Argentinien. Manche leben von der Backsteinbrennerei, aber die meisten leben vom Abfall, d.h. sie leben im und vom Müll.

Hier lebt auch Maruka, eine Frau, selbst arm, die aber das Elend der Kinder nicht länger tatenlos akzeptieren konnte: Sie eröffnete einen „comedor“, ein kleiner Raum in dem die Kinder des Mülls täglich ein warmes Mittagessen bekommen und ihre Hausaufgaben machen können. Die Lebensmittel bettelt die Frau in Geschäften der Stadt zusammen, eine Bäckerei bringt ihr manchmal das nicht verkaufte Brot vom Vortag. Sie hat sich an uns gewandt, nachdem sie, sowohl mit Lokalpolitikern, als auch Vertretern anderer Kirchen nur schlechte Erfahrungen machte. Jeden Tag kocht sie für ungefähr 40 Kinder.
So haben wir beschlossen Maruka in der Form eines Projektes zu unterstützen. Wie? Mit konkreten Massnahmen, wie die Verbesserung der Gebäudesituation (ein regendichtes Dach, vergitterte Fenster, sichere elektrische Leitungen); bessere sanitäre Anlagen, Kauf eines grossen Gasherdes, sowie eines Kühlschranks, eine Wasserleitung (bis jetzt bekommt sie Trinkwasser in Kanistern von der Stadt). Das wird sicherlich nur ein Anfang sein. Im Moment sind wir am überlegen, wie man den Menschen in ihrer Situation auch langfristig helfen könnte…“

Inzwischen können wir Vollzug melden, was die neue Ausstattung des „Comedor“ betrifft. Im Herbst 2015 konnten wir uns mit eigenen Augen davon überzeugen:

 

16. März 2013, 14:10 Kommentare sind geschlossen
Projekt-Schwerpunkt seit 1996: Altenheim

Projekt-Schwerpunkt seit 1996: Altenheim

Der 24-Stunden-Kick unterstützt im argentinischen Ort Allen (sprich. „Aschen“), etwa 1300 km südwestlich von Buenos Aires am Rio Negro gelegen, ein Altenheim.

Wie helfen wir? Dazu nutzen wir die ausgezeichneten Kontakte zu Pfarrer Reiner Kalmbach, Gemeindepfarrer in Allen. Die Familie Kalmbach kommt ursprünglich aus dem Remstal und lebt schon seit über einem Jahrzehnt in Argentinien. Durch die Spenden in den vergangenen Jahren konnte für das Altenheim eine relativ gesunde Basis geschaffen werden, zahlreiche Investitionen verbesserten die Situation und verringerten die laufenden Ausgaben. So hat etwa die Bohrung nach frischem Trinkwasser den teuren Kauf von trinkbarem Wasser auf Dauer entbehrlich gemacht. Die Wärmeisolierung des Daches spart jährlich Heizkosten.

Nachdem sämtliche Hilfen durch den Staat eingestellt wurden, ist das Altenheim der evangelischen Kirchengemeinde inzwischen das einzige verbliebene Heim, in dem Senioren in Würde ihren Lebensabend verbringen können.

In den letzten Jahren konnte dem Heim die Einrichtung eines Pflegezimmers und eine Erweiterung um drei kleinere Häuschen finanziert werden. Durch die Aufstockung von 18 auf 25 Plätze könnte das Heim sich langfristig selbst tragen.

Altenheim

Im Herbst 2008 war eine Gruppe junger Erwachsener mit dem Evangelischen Jugendwerk für drei Wochen in Allen, um selbst bei der Erweiterung Hand anzulegen. Die Häuschen sind in dieser Zeit ein ganzes Stück gewachsen – und natürlich auch die Beziehungen drumherum. Hier kann man einen Bericht über die Reise lesen.

Im Herbst 2015 konnten bei einer weiteren Begegnungsreise diese aktuellen Eindrücke gesammelt werden:

7. März 2013, 14:13 Kommentare sind geschlossen
Projekt-Schwerpunkt 1996 bis 2011: „Panaced“

Projekt-Schwerpunkt 1996 bis 2011: „Panaced“

In den vergangenen Jahren flossen viele Spenden direkt in eine Einrichtung für Straßenkinder, das PANACED. Neben den direkten Verbesserungen (Grundstückskauf, Sanierungen etc.) konnte dadurch auch die öffentliche Aufmerksamkeit für das PANACED enorm verbessert werden. Im Moment ist daher die Lage aufgrund öffnetlicher Gelder relativ stabil, so dass aktuell keine Gelder direkt für die Einrichtung vorgesehen sind.

Straßenkinderheim PANACED

Im Herbst 2004 haben fünf 24-Stunden-Kicker zusammen mit dem Evangelischen Jugendwerk Argentinien und das PANACED besucht, um die guten Kontakte zu vertiefen. Sie wollten die Situation der Kinder mit eigenen Augen sehen, mit dem eigenen Herzen erfühlen. Es war für alle ein sehr bewegender Tag. Natürlich wurde dabei auch Fußball gespielt. Nach einem wundervollen Match (20:19 für „Argentinien“) überreichten die Blaubeurer den Kindern einen originial 24-Stunden-Kick-Spielball.

Besuch der Kicker im PANACED

3. April 2011, 12:25 Kommentare sind geschlossen